Willkommmen bei Triathlet Matthias Graute

 


12.10.2011 RWE Essen Marathon – Gesamtsieg in 2:20:57h – ein eigener Bericht
Über 200 Mails erhielt ich in den Tagen nach meinem ersten Marathonsieg. Noch nie war das Feedback nach einem Wettkampf so positiv wie diesmal. Es war für alle – auch für mich - ein Überraschungserfolg.
Seitdem ich meine Leidenschaft für den Ausdauersport gefunden habe (seit Winter 2003), nehme
ich beim Essen Marathon teil. 4x lief ich die 42,195km am See (2004 in 2:47h, 2007 als Tempomacher in 2:39h, 2010 in 2:35h und 2011 in 2:20h), die anderen Jahre half ich am Getränkestand des Triathlons Clubs 84. Jede Teilnahme war ein tolles Erlebnis.
Der Essen Marathon ist übrigens die älteste Marathonveranstaltung in Deutschland. Nächstes Jahr wird sie zum 50. Mal ausgetragen. Ich empfehle die Veranstaltung jedem Läufer. Für nur 30€ Startgebühr bekommt mal alles geboten, was man von sich von einer großen Veranstaltung erhofft. Zudem ist die Strecke flach und man läuft auf einem durchweg gut asphaltierten Untergrund. Bestzeiten können hier also fallen!
Eine Woche vor dem Marathon began die Taperphase: Montag und Freitag kein Sport; Dienstag, Donnerstag und Samstag jeweils lockere und kurze Dauerläufe mit leichten Steigerungen. Mittwoch war der letzte Testlauf über 10km in 33:20 Minuten (3:20min/km oder 18km/h). Mein Plus lag bei der 2.Hälfte zwischen 170-172 Herzschlägen, deutlich unter meinem durchschnittlichen 10km-Wettkampftempo (184), aber geringfügig zu hoch für einen Marathon. Mein Trainer und ich beschlossen also ein defensives Tempo von 3:24min/km für den Marathon zu wählen, das ich maximal bis 3:20min/km erhöhen durfte, aber nur dann, wenn es „ohne große Anstrengung einfach so rollt“. Und es rollte!! Dank Daniel Schmidt liefen wir – Daniel und ich - bis Kilometer 32 jeden Kilometer konstant in 3:20min/km. Nach der Hälfte des Rennens zeigte die Stoppuhr 1:10:32h. Position 3 und 4 gehörten uns. Die ersten beiden Läufer waren bis dahin immer in Sichtkontakt und nie weiter als 300m entfernt. Daniel und ich waren uns sicher, dass wir die ersten beiden Läufer noch im weiteren Rennen kassieren würden. Daniel spulte weiter sein konstantes Tempo ab, wovon ich profitierte. Bei Kilometer 28 übernahmen wir die Führung und wenig später liefen wir bei „meinem“ Getränkestand vorbei. In der ersten Runde war die Unterstützung hier schon klasse, in der zweiten Runde war es der absolute Wahnsinn. Circa 50 Vereinsmitglieder schrien so laut wie sie konnten mich an. Man konnte die Euphorie wahrlich spüren. Ähnlich gut war die Unterstützung an den weiteren Getränkeständen und den sogenannten Stimmungsnestern. So etwas nennt man dann Heimspiel oder Heimvorteil!! Vielen Dank für die Unterstützung!!
Ich lief mein Rennen hochkonzentriert weiter. Daniel Schnidt wollte nun mehr. Ab Kilometer 32 lief er nun 19km/h. Ich wollte dieses Tempo nur 2 Kilometer folgen und lies ihn dann ziehen. Schnell hatte er einen Vorsprung von 40 bis 50 Meter. Der Abstand wurde nicht größer. Ich wartete erstmal ab. Bei Kilometer 36 liefe ich auf Daniel wieder auf. Für eine Tempoverschärfung war es jetzt der ideale Zeitpunkt. Darf ich ihn überhaupt angreifen?, überlegte ich mir. Ist es nicht unsportlich, denn er hat schließlich viel Tempoarbeit für mich geleistet! Ich entschloss mich zu einem spontanen JA. Er hatte seine Chance gehabt, als er wenig zuvor das Tempo anzog.
Nun lief ich 19km/h und rannte ihm davon. Bevor es auf die Zielgerade ging, schaute ich mich zum ersten Mal um. Ich sah keinen anderen Läufer. Ich fühlte mich wie in einem Traum. Der Sieg war nur noch wenige Meter entfernt. Ich spürte keine Schmerzen oder Ermüdung. Ich war einfach glücklich und versuchte so weit es ging den Marathon zu genießen. Ein Blick auf die Uhr ließ mich aber die letzten Meter sprinten..... 2:20:57 Minuten – es hat sich gelohnt!
Vielen Dank: an den Organisator (G. Zachäus) und sein Team für eine top Veranstaltung, an meinen Trainer (15 Minuten Verbesserung in einem Jahr. Mehr braucht man nicht sagen), an meine Verlobte und Familie und natürlich an alle, die mich an der Strecke unterstützt haben. Ihr habt es zu einem richtigen Heimspiel für mich gemacht.



07.05.2011 Österreichische Meisterschaften Elite in Bad Häring – Gesamtsieg
Nach einem dritten Platz im Vorjahr, fuhren meine Freundin und ich mit großen Erwartungen und großer Freude nach Bad Häring.
Das Meisterschaftsrennen wurde als Windschattenfreigabe-Rennen auf der Kurzdistanz ausgetragen.
Der Vorjahressieger Christoph Lorber und ich, sorgten für das Tempo im ersten Lauf.
Mit ca. 10 Sekunden Vorsprung auf eine kleinere Gruppe liefen wir in die Wechselzone ein.
Wir waren uns einig auf die Gruppe zu warten, um Kräfte zu sparen.
Als uns die ersten drei Athleten einholten, fuhren wir direkt Tempo mit ihnen.
Die Gruppe harmonierte und wir setzten uns vom übrigen Feld ab.
Zusammen fuhren wir in die Wechselzone ein. Die Entscheidung verschob sich auf den zweiten Lauf.
Wie von der Tarantel gestochen, sprintete ich los... Warum weiß ich auch nicht.
Es entstand direkt eine größere Lücke zum Zweiten.
Selbst überrascht von meiner guten Ausgangslage, hieß es nun den Vorsprung zu halten.
Von den Zuschauern hörte ich, dass der Vorsprung sich sogar vergrößerte. Davon hochmotiviert konnte ich das hohe Tempo halten und lief ich glücklich als Sieger ins Ziel ein.
Glücklich, aber auch erleichtert, weil die Duathlon DM eine Woche zuvor nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt hatte, konnte ich den Sieg nun mit meiner Freundin genießen. 






02.05.2011 Duathlon DM Elite - 3.Platz
Ein Bericht von tri2b.com: "Duathlon DM: Titelverteidiger in Oberursel wieder vorne
An Patrick Lange und Jenny Schulz führte im hessischen Oberursel beim Altstadt-Duathlon mal wieder kein Weg vorbei. Die alten sind auch die neuen Deutschen Meister im Kurz-Duathlon über 10 km Laufen, 36 km Radfahren und 5 km Laufen. Dabei waren die beiden so dominant, dass es bei Konkurrenz mal wieder „nur“ um Platz zwei ging.
Die für die Skills 04 Frankfurt startende Schulz (2:01:04 Std.) deklassierte die zweit- und drittplatzierten Kristin Möller (2:06:10) und Natascha Schmitt (2:07:09) um über fünf Minuten. „Ich habe von Anfang immer Vollgas gegeben, der Druck als Titelverteidigerin war ja schon etwas größer als letztes Jahr. Die Konkurrenz musste dann relativ bald abreißen lassen, so dass der Vorsprung immer größer geworden ist“, gab die 27-jährige anschließend zu Protokoll. Ihre überragende Leistung sollte für Schulz eine gute Ausgangssituation für die anstehende Triathlon-Saison sein, wo sie zunächst bei der Challenge Kraichgau, später im Jahr dann noch beim Ironman 70.3 in Wiesbaden an den Start gehen wird.
Am ersten Berg schlug die Minute des Titelverteidigers
Ähnlich wie Jenny Schulz ging es auch Patrick Lange (1:46:37) vom TuS Carboo4U Griesheim. Trotz eines Plattens in der dritten von vier Radrunden gelang es ihm, zusammen mit dem Schweizer Duathlon-Europameister von 2009 und zweifachem Powerman-Weltmeister Andi Sutz die zweite Wechselzone in Führung liegend zu erreichen. Sutz, bis zu diesem Zeitpunkt der einzige, der Lange Paroli bieten konnte, wurde aber direkt nach dem Wechsel in seine Schranken verwiesen. "Beim zweiten Laufen hab ich wie im letzten Jahr alles auf den ersten Berg, auf den ersten Kilometer gesetzt. Das hat dann auch gut geklappt und ich konnte den Sieg locker nach Hause laufen”, lautete das Fazit des stolzen Titelverteidigers. "Ich hätt' mich gefreut, wenn Daniel Unger hier gewesen wäre, oder Sebastian Kienle und Normann Stadler wie im letzten Jahr”, sagte Lange mit Blick auf die in diesem Jahr nicht so starke Konkurrenz.
Dabei war am Anfang noch Matthias Graute mit von der Partie. Der hatte die Duathlon-EM vor zwei Wochen offenbar gut verdaut, denn im ersten Lauf gab er mit Lange und Sutz das Tempo an. Aber: „Beim Radfahren dann hat Andi so ein Tempo gemacht, dass ich schon beim ersten Wendepunkt komplett blau war – danach ging gar nix mehr, von der einen auf die andere Sekunde. Dann hab ich auf die Verfolgergruppe gewartet, auf die wir schon zwei Minuten herausgefahren hatten, so dass die erst nach fünf Kilometer kamen“, so Graute später. „Beim Laufen bin ich zur Zeit fit, aber beim Radfahren fehlt es mir halt momentan noch ein bisschen.“
Vor Graute (1:50:22) schob sich am Ende noch Fabian Rahn (1:50:16). Insider hatten ihn schon vor dem Rennen auf der Liste für eine absolute Top-Platzierung. Wer den Auftritt von Rahn vor zwei Wochen beim Duathlon in Mettmann gesehen hatte, weiß wovon hier die Rede ist. Der DM-Siebte des letzten Jahres gewann dort souverän und machte einen bärenstarken Eindruck.



20.03.2011 Dinslakener Citylauf - 31:24 Minuten auf 10km
Nach zwei umfangreichen Trainingswochen auf Fuerteventura nutzte ich den Dinslakener Citylauf für eine schnelle und abschließende Trainingseinheit. Nach der Hälfte der Strecke hörte ich vom Sprecher, dass ein Streckenrekord möglich sei. Obwohl ich nicht wußte, wo dieser lag, motivierte mich dies. Nach 10km lief ich auf dem DLV-vermessenen Kurs mit einer Zeit von 31.24 min als Erster ins Ziel. Bei der Siegerehrung erfuhr ich, dass ich den Streckenrekord um eine halbe Minute verbessert habe.
Nun stehen 4 Entlastungstage an bevor es für 14 Tage ins nächste Trainingslager nach Mallorca geht.
Artikel aus RPonline: ""Besser geht?s nicht" - so lautet das Fazit des 6. Dinslakener Sparkassen City-Lauf. In 31:25 Minuten stellte der Essener Matthias Graute einen neuen Streckenrekord über zehn Kilometer auf. Insgesamt gingen über 2900 Läufer rund um die Burg in der Altstadt an den Start.*
Dicht gedrängt verfolgten die Zuschauer das Geschehen und feuerten Läuferinnen und Läufer an.
Am 26. März 2006 lief Karsten Kruck bei der Premiere des Dinslakener Sparkassen City-Lauf in 31:48 Minuten über zehn Kilometer eine Bestzeit, die bis gestern Bestand hatte. Dann kam Matthias Graute vom TRC 84 Essen und der lief seiner Konkurrenz um den ehemaligen Deutscher Meister über diese Distanz Alexander Lubina auf und davon. In einem einsamen Rennen stoppte für Graute die Uhr schon nach ganz starken 31:25 Minuten -- neuer Streckenrekord.
"Mit einer bestimmten Zeit oder Platzierung habe ich mich vorher gar nicht beschäftigt. Ich bin Triathlet und war jetzt 13 Tage auf Fuerteventura im Trainingslager und wollte heute nur zum Abschluss eine schnelle Einheit einlegen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich das Ding gewinnen werde, weil ich früh einen großen Vorsprung hatte", sagte der Sieger im Ziel. Erst in 32:53 Minuten folgte der Zweitplazierte Lubina (Team High 5), der dem 27 Jahre alten Gewinner nur noch gratulieren konnte: "Er ist so leichtfüßig gelaufen und ich habe dann doch den Ski-Marathon vom vergangenen Sonntag gemerkt. Ich bin mit meiner Zeit aber trotzdem zufrieden, weil sie meine beste als Hobbyläufer ist. Ich war jetzt zum zweiten Mal in Dinslaken dabei, aber bestimmt nicht zum letzten Mal.""


19.07.2010 Deutsche Hochschulmeisterschaften in Münster - Vizemeister
Artikel aus Echo-Münster:"Die schnellsten Triathleten hatten es am besten: Vormittags blieben die 91 ins Ziel gekommenen Starter der Deutschen Hochschulmeisterschaften noch verschont von der großen Hitze. Am Sonntag lieferten sich die beiden bisherigen Gewinner des Sparda-Münster City-Triathlons ein studentisches Duell, das Oliver Strankmann (WG Köln) für sich entschied.
Der auf der Olympischen Strecke Beste aus 2008 knackte in 1:51:41 Stunden nach den 1,5 km im Wasser, 40 km auf dem Rennrad und zehn km auf dem Leinpfad am Kanal den münsterischen Rekord zwar nicht, war aber eher in der Osmo-Halle als der Rekordinhaber und Gewinner von 2009, Matthias Graute (Uni Duisburg-Essen/1:53:24). Bei den Frauen verwies Natascha Schmitt (WG Mainz/2:04:22) die Bochumerin Linda Klauke (2:11:42) und die Lokalmatadorin Linda Schücker (WG Münster/2:11:52) deutlich auf die Plätze.
Als Zweiter bestens zufrieden
Der 26-Jährige Graute erreichte ein Jahr nach seinem Triumph dennoch sein Ziel: „Endlich habe ich in dieser Saison mal ein Erfolgserlebnis gefeiert. Das gibt mir neues Selbstbewusstsein“, sagte Graute (Foto r.) gegenüber echo-muenster.de. Nicht zuletzt das Examen in den Fächern Mathe und Sport forderte ihn als Schreibtischtäter – da kam der Sport zwangsläufig ein bisschen zu kurz. „Der April war für mich ja noch ganz gut, aber danach habe ich nicht mehr viel gerissen.“ Als er vor dem Sprung ins 24,6 Grad warme Wasser Strankmann in der Starterliste erblickte, „da wusste ich, als Zweiter hier bestens platziert sein zu können.“
Der 24 Jahre alte Bonner, im Triathlon-Ligawettkampf für Witten erstklassig am Start, war als schnellster Schwimmer nach 20:08 Minuten aus dem Wasser. „Ich habe mich erst im Wasserschatten aufgehalten – aber dann war mir das Tempo zu niedrig.“ Also flog er an allen vorbei und war fortan einsam unterwegs. „Ich musste was tun, ich habe ja gesehen, dass viele Bundesligakonkurrenten dabei sind.“ Im Vergleich zu 2008 fand er die Streckenführung „anders, aber besser. Das Feld wurde sehr entzerrt, so bleibt es fair, weil man kein Windschattenfahren sieht.“ Hinter den beiden Top-Athleten belegte der Saarbrücker Simon Hauser in 1:53:50 Rang drei."

Endzeit: 1:53:24 min mit schnellster Laufzeit 10,6lm in 34:04 min (32:04 auf 10km)